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Tukayyid (3052)

Als ComStar klar wurde, dass das wahre Ziel der Invasion der Clans die Eroberung Terras sei um von dort aus einen neuen Sternenbund nach ihren Vorstellungen zu gründen, entwickelten Präzentor Martialum und Primus Waterly zusammen einen Plan um Terra vor den Clans zu schützen.

Die Clans und die ComGuards sollten auf einer stellvertretenden Welt um den Besitz von Terra kämpfen. Wenn der Planet an die Clans gefallen wäre, hätte ComStar zugestimmt als Verwalter für die eroberten Welten zu dienen, sämtliche HPG-Kommunikation in den Nachfolgestaaten eingestellt und Terra den Invasoren übergeben. Wenn die Clans also gewonnen hätten, hätten sie auf einen Schlag einen nicht unwesentlichen Teil der nötigen Ressourcen zur Gründung eines neuen Sternenbundes gehabt.

Wenn allerdings die ComGuards diese Schlacht gewinnen würden, würden die Clans sich für die nächsten fünfzehn Jahre auf ihre bisher eroberten Welten beschränken und keine Welten unterhalb einer gedachten Linie, die durch Tukayyid führte, angreifen. Dies sollte den Staaten der Inneren Sphäre den dringend benötigten Platz zum aufatmen geben, damit sie die technologische Lücke zwischen sich und den Clans schließen konnten; es bedeutete aber auch gleichzeitig dass sie weiterhin mit der Bedrohung durch die Clans oberhalb dieser Waffenstillstandslinie leben mussten.

Durch die Benutzung der riesigen Ressourcen der Archive ComStars und seines eigenen militärischen Wissens wählte Präzentor Martialum Tukayyid aus, eine entfernte Welt in den Resten der Freien Republik Rasalhaag, als Schauplatz dieser gewaltigen Schlacht aus. Die unterschiedlichen Geländearten, die geringe Bevölkerung sowie die Nähe zu den Frontlinien der Clans überzeugte ihn davon, dass dies die am besten geeignete Welt für das Vorhaben sei.

Präzentor Martialum Anastasius Focht studierte stundenlang Aufzeichnungen von Schlachten zwischen Streitkräften der Clans und verschiedenen Einheiten der Inneren Sphäre und war sich irgendwann sicher, dass er eine entscheidende Schwachstelle in der Kampfweise der Clans gefunden hatte. Er sah es als seine Bestimmung an, diese Achillesferse während der Schlacht von Tukayyid auszunutzen. Focht wusste, dass die Kampfphilosophie der Clans aus schnellen, entschlossenen Angriffen und recht kurzen Sturmangriffen bestand. Die Clans schlugen schnell zu und zählten auf einen schnellen Sieg, wodurch sie kaum Bedarf für viele Unterstützungseinheiten hatten um eine lange Kampagne führen zu können.

Der Präzentor Martialum plante seine Verteidigung sorgfältig. Er hortete genügend Ersatzteile und Munition um seine Truppen länger als einen Monat damit versorgen zu können. Dadurch, dass die ComGuards die Clans ständig auf Trab halten anstatt einen direkten Schlagabtausch einzugehen, hoffte er die Schlacht von Tukayyid so lange andauern zu lassen, wie es die Nachschublogistik der Clans nicht zu unterstützen vermochte.

Der größte Vorteil der Clan-Truppen in der kommenden Schacht war ihre allgemeine Gefechtserfahrung. Obwohl Focht die ComGuards schon seit Jahrzehnten trainiert hatte, hatte praktisch keiner von ihnen jemals einen echten Krieg erlebt. Der Präzentor Martialum versuchte daher diesen Nachteil dadurch auszugleichen, dass er von ein Kommandobunker tief in den Tamo-Bergen aus die Schlacht koordiniert. Die Konstruktion für eine Virtuelle-Realität erlaubte es ihm, überall auf der Oberfläche von Tukayyid die Truppen direkt zu koordinieren.

Jeder der sechs an der Invasion beteiligten Clans griff zwei Städte auf Tukayyid an:

Dinju Heights 
Port Racice 
Joje 
Tost 
Spanac 
Luk 
Kelly Springs 
Kozice Ranch Station 
Brzo 
Skupo 
Urcunat 
Kozice Prime 
Humptulips 
Olalla 

Das Blutbad beginnt

Die Schlacht begann am 1. Mai mit der Landung von Clantruppen in der Nähe der jeweiligen Ziele nach einer Strategie, die vom Khan des jeweiligen Clans entwickelt wurde. Denn obwohl ilKhan Ulric Kerensky als Kriegsanführer der Clans diente, weigerten sich die Khane ihn als Schlachtenkoordinator auf Tukayyid zu benutzen. Die Truppen von Clan Wolf trafen erst fünf Tage später in ihrer Landezone ein.

Der ersten großen Zusammenstoss entwickelte sich als die Nebelparder ihre Truppen in zwei großen Gruppen in der Hoffnung landen ließen, ihre Ziele schnell zu erobern (um so wahrscheinlich einiges von der Ehre zurückzugewinnen, die sie bei ihren Verlusten auf Wolcott und Luthien verloren haben.

Die Truppen der Parder, die in den Dinju-Bergen landeten und sich auf die 50. Division (Ordentliche Rede) der ComGuards stürzten, hielten sie schon in den Ausläufern des Gebirges fest. Die relativ unerfahrene Division hatte keine Chance gegen die Alpha Galaxis der Nebelparder, und für eine gewisse Zeit sah es so aus als würden die Nebelparder ihre Ziele tatsächlich sichern können.

Die 401., 207. und die 376. Division hielten die Beta Galaxis jedoch in den Sümpfen des Racice-Flussdeltas mit Hit-and-Run-Taktiken auf, indem sie ihr überlegenes Wissen dieser Umgebung nutzten um die Parder zu dezimieren. Die Beta Galaxie verlor recht schnelle viele Truppen und wurde dadurch zum Rückzug gezwungen.

Den Novakatzen erging es nicht besser. Ihre gewagte Strategie, die aus einer Mischung aus Abwurf und Landung bestand, verwandelte sich schnell in ein Desaster als Luft/Raumjäger der ComGuards das Kommandolandungsschiff der Alpha-Galaxie abschossen während es gerade über der Landungszone schwebte. Wie schon die Nebelparder wurden auch die Novakatzen in einige wohl überlegte Kampfschauplätze nach Wahl der ComGuards gelockt. Die Neunte Division (Großzügige Worte) benutzte Luft- und Bodentruppen um den Vormarsch der Katzen im Norden von Joje zu zerschmettern, nur wenige Kilometer vom Ziel entfernt, und zwang die Novakatzen zu einem reinen Abnutzungsgefecht. Die Novakatzen verstrickten sich schnell in ein lang andauerndes Gefecht für das sie sowohl in Sachen Nachschub als auch bezüglich Munition in keiner Weise vorbereitet waren.

Die Geisterbären schlugen sich gegen die relativ unerfahrene Erste Armee der ComGuards erheblich besser. In den ersten beiden Tagen der Schlacht zerschmetterten sie die 121. Division und rückten gegen Luk vor, allerdings konnten die 91. und die 12. Division die Elitetruppen des 20. Polarbären Angriffssternenhaufens in eine Falle locken und sie so lange unter Beschuss nehmen, bis sie dadurch zum Rückzug gezwungen wurden.

Der Landung der Jadefalken und der Diamanthaie wurde zu Beginn nur wenig Widerstand entgegengeworfen, allerdings ermöglichte der vorsichtige Vormarsch es den ComGuards, durch Hit-and-Run-Taktiken, die auch schon von den Hausmilitärs eingesetzt wurden und erfolgreich für starken Verschleiß unter den Clantruppen gesorgt haben, maximalen Schaden anzurichten.

Beide Khane der Nebelparder wurden während des Höhepunktes der Schlacht getötet, so dass sich ilKhan Kerensky entschloss ihren kompletten Rückzug zu befehlen, da er nicht wollte dass das Chaos, welches durch das Fehlen der beiden Anführer und Kommandokette entstand, die Vernichtung der restlichen Truppen womöglich sehr viel einfacher gemacht und dies dem Clan als ganzes sicherlich zutiefst geschädigt hätte. Diese Entscheidung sorgte für große Verstimmung zwischen den Nebelpardern und den Wölfen, dessen Auswirkungen auch Jahre später noch deutlich zu spüren waren. Einige Einheiten der Nebelparder, darunter auch die 6. Jaguar-Dragoner, weigerten sich jedoch diesem Befehl Folge zu leisten und zogen den Tod der Unehre vor. Nur acht Krieger der Sechsten überlebten das Blutbad.

Die Diamanthaie wurden das nächste Opfer des Schwerts der ComGuards. Der 19. Schwere Sternenhaufen (Die Barracudas) schaffte es der 85. Division (Löwen der Peripherie) mehr als 30 Prozent Verluste während Gefechten in den Gebirgsausläufern über Kozice Prime zuzufügen. Die Kämpfe zwischen den Angreifern, hauptsächlich dem 222. Sturmsternenhaufen und den zweiten und vierten Level-III der 85. Division waren am intensivsten. Nur zwei Krieger des gesamten Sternenhaufens überlebten. Später tilgten die Diamanthaie einen ihrer Blutnamen für diese Blamage.

Alleine bis zum 3. Mai hatten die Novakatzen schon drei unterschiedliche Versuche unternommen Joje und tost zu erobern. Ihnen ging jedes mal die Munition aus, da sie in ihren OmniMech-Konfigurationen hauptsächlich auf Artillerie und Raketen setzten – trotz der Warnung des ilKhans nicht auf eine Strategie zu setzen, die nicht auf Energiewaffen aufbaut. Trotz dieses Fehlurteils marschierten die Clans weiterhin auf die Truppen der ComGuards bei Joje zu. Die 417. und die 9. Division zogen sich nach Tost zurück damit die Truppen der Katzen ihre Aufmerksamkeit schon bald zwischen der 456. Division (Die Wirbelwinde) in ihrem Rücken, welche versuchte die Beta Galaxie von ihrer Landezone und damit auch ihrem Nachschub abzuschneiden, und den Divisionen vor ihnen aufteilen müssen. Die ComGuards griffen Beta Galaxie und Gamma Galaxie beinahe ununterbrochen an, indem sie sie in kurze Hinterhalte lockten, in denen die Clanner wertvolle Munition verbrauchten. Gamma Galaxie zog sich zurück und lockte so gleichzeitig die 244. und die 267. Division in einen Hinterhalt der Beta Galaxie. Beta Galaxie schlug beide Einheiten und schaffte es, einige Nachschubdepots der ComGuards zu erobern.

ComStar befahl sofort einen wilden Gegenangriff, bei dem sie die Linien der Novakatzen unterbrachen und ihre Positionen überrannten. Als die Truppen der ComGuards wieder die Hälfte des Losiije Seengebiets erobert hatten zogen sich die Novakatzen zurück. Clan Novakatze erlitt auf Tukayyid die größten Verluste aller Clans: gerade einmal drei Sterne schafften es zurück zu den Landungsschiffen. Nach Informationen von ROM-Agenten in der Besatzungszone sollen die wenigen Überlebenden ihre OmniMechs ihre Schande ihres Überlebens dadurch zu Ausdruck bringen, dass sie ihre 'Mechs blutrot anmalen.

Die Stahlvipern lernten von den Fehlern der Nebelparder uns entschieden sich für ein wesentlich konservativeres Abwurfmodell. Obwohl die ComGuards durch den Einsatz von Artillerie und Luftunterstützung genügend Zeit bekamen sich zwischen dem Ziel und der Landungszone einzugraben, schafften es Khan Breen’s Vipern nach Kozine Ranch Station durchzubrechen.

Als die Stahlvipern die feindlichen Linien überschritten, steckten sie plötzlich nur 18 Kilometer von ihrem Ziel im Höllenloch von Devil’s Bath fest. Es ist eine schreckliche, einige Dutzend Kilometer umfassende Kombination aus Geysiren, kochendem Schlamm und engen Passagen zwischen massiven Granitsäulen. Die Vipern rückten durch dieses Gebiet, währenddessen trieben die ComGuards vor sich her und verbrauchten aber auch viel zu viel Munition während dieses Prozesses. Die ComGuards setzten ihre Angriffe auf die Nachschublinien der Vipern fort, so dass sie sie von den kritischen Munitionsvorräten abschnitten.

Clan Geisterbär verlor die 7. Bärengarde von Beta Galaxie als sie den Rückzug von Luk deckte, als die 12. Division (Reine Wellenform) der ComGuards in den Wäldern von Holth einen Hinterhalt legte indem sie die Wälder in Brand steckten. Khan Buckenburger reichte formell beim ilKhan einen Protest gegen diese Taktiken der inneren Sphäre ein, jedoch waren seine Truppen bereits ausgelöscht worden.

Die Alpha Galaxie der Geisterbären belagerte Spanac, und nachdem die Überbleibsel der Beta und Deltagalaxie als Unterstützung eintrafen rückten sie weiter vor und trieben die Erste Division der ComGuards vor sich her. Präzentor Martialum zog die Erste Division aus dem Zentrum von Spanac zurück da er feststellen musste, dass die Geisterbären das Nachschubdepot der 91. Division kontrollierten und dadurch weit mehr Schaden anrichten konnten als es ihnen selbst möglich wäre. Nur Clan Geisterbär und Clan Wolf bemerkten die Wichtigkeit, ihre eigenen Nachschublinien zu sichern. Die Geisterbären bemerkten es zwar erst nach ihrer Landung und einigen frühen Gefechten, konnten dies aber später durch die Eroberung einiger Depots der ComGuards wieder ausgleichen.

Die Diamanthaie sahen sich in einem tagelangen Patt mit der 3. Armee der ComGuards. Die einzigste entscheidende Aktion fand zwischen der Gamma Galaxie und der 85. Division statt. Die 85. unterbrach für einen Tag die Nachschublinien der Haie, wofür sich diese mit der Vernichtung der ComGuard Division rächten. Die Ankunft der Zweiten und Fünften Armee der ComGuards schnitt die Diamanthaie jedoch vollkommen von ihrem Nachschub ab. Die ComGuards vertrieben die Haie von ihren befestigten Positionen mit einem Artilleriesperrfeuer, und zerstörten die verbliebenen Truppen komplett, als sie sich gänzlich vom Planeten zurückzogen.

Clan Jadefalke verlor zwar weniger Truppen, konnte allerdings beide Ziele nicht erreichen. Die Elfte Armee der ComGuards griffen die Truppen der Jadefalken permanent während ihres Marsches in Richtung Olalla und Humptulips an, hauptsächlich um sie von ihren Nachschublinien abzuschneiden. Als die Clans schließlich den rauschenden Fluss Prezno erreichten, zerstörten Pioniere der ComGuards beige Brücken in genau dem Augenblick als die Falken sie passierten.

Die Falknergarde (eine Einheit, die noch immer mit Schmach ihrer erniedrigenden Niederlage auf Twycross leben musste), schaffte es den Fluss zu überqueren und so in den Rücken der ComGuards zuzuschlagen, die auf dieser Seite des Flusses größere Artilleriestellungen unterhielt. Dadurch konnten sie einen Brückenkopf für einen späteren, größeren Angriff der Jadefalken einrichten. Die Falknergarde rückte nach dieser Überquerung weiter in Richtung Olalla vor, eine der beiden Ziele, und bemerkten beinahe zu spät, dass das Ziel, welches sich an den ihnen übergebenen Koordinaten befand, nicht die Stadt Olalla war sondern eine Falle der ComGuards.

Die Falken bewegten sich zielgerichtet durch Olalla während sie heftige Verluste hinnehmen mussten und zogen sich zurück als die ComGuards Verstärkung aus Humptulips erhielten. Ein gleichzeitiger Angriff auf die Verteidigung der Brücke und ein glücklicher Angriff der ComGuards auf das Munitionslager der Jadefalken überzeugt diese, dass sie nicht genügend Nachschub besaßen um ihren Angriff fortzusetzen und zogen sich deshalb zurück. Der Rückzug selbst war auch höchst kostspielig, da die ComGuards die Landungszone der Falken mit Landungsschiffen angriffen und einen Angriff auf den Rücken der sich zurückziehenden Truppen durchführten. Ein Trinärstern und einige 'Mechs der Falknergarde vereitelten jedoch diesen zweizackigen Angriff, so dass sich ein Großteil der verbliebenen Truppen der Jadefalken erfolgreich vom Planeten Tukayyid zurückziehen konnten.

Zusammenstoß der Titanen

Clan Wolf traf erst am fünften Tag dieses Konfliktes auf Tukayyid ein. Die Einsicht von ilKhan Ulric Kerensky in die Methoden von Präzentor Martialum Anastasius Focht, die Informationen und das Wissen über die Kampfweise der Inneren Sphäre von Khan Natascha Kerensky und Krieger Phelan Ward sollten sich zusammen mit den Tagen, die sie die anderen Clans bei ihrem Vorgehen beobachtet haben, zu einem entscheidenden Vorteil werden.

Schon kurz nach der Landung bildeten die Truppen ihre Gefechtsformation. Ihr erster Kontakt war die unerfahrene 283. Division, die einen Teil des Verteidigungsringes der ComGuards um Brzo und Skupo waren, den beiden Zielen der Wölfen. Der Dritte Kampfsternenhaufen der Beta Galaxie, der Siebte Kampfsternenhaufen der Gamma Galaxie und die Vierte Wolfgarde der Alpha Galaxie vertrieben die 278. Division und die Zehnte Armee von ihren Positionen. Die 283. Division verhinderte allerdings, dass die Wölfe einen Ring um die Hauptverteidigungslinien der ComGuards errichten konnte. Als die ComGuards zurückfielen um eine neue Verteidigungslinie zu errichten, folgten ihnen die Wölfe nicht – und es stellte sich auch schon bald heraus warum. Die Dreizehnte Wolfsgarde unter dem Befehl von Natascha Kerensky, darunter auch die Eliteeinheit Wolfsspinnen, versuchte durch eine Reihe rascher Schläge durch die Zehnte Armee zu schlüpfen und die 166. zu umgehen um nach Skupo vorzustoßen. Präzentor Koivu entsandte die Veteraneneinheit 282. Division (Klare Gedanken) um sie zu stoppen. Die 282. erlitt dabei schwere Verluste, konnte jedoch den Vorstoß der Wölfe stoppen und ermöglichte es der Zehnten, ihre nächste Verteidigungsposition einzunehmen. Bis hierher deckte die Schlacht zwei wichtige Faktoren zum Vorteil der Wölfe auf. Der Clan hatte seine frühe Strategie fortgesetzt, reichlich Vorräte für diese Kampagne bereit zu halten und seine Nachschublinien zu beschützen. Der andere wichtige Faktor war, dass die OmniMechs der Wölfe hauptsächlich mit Energiewaffen bestückt waren, was jede Einheit unabhängiger machte als jemals zuvor. Präzentor Martialum fürchtete, dass Clan Wolf damit das Kampfgeschick auf Tukayyid gegen die ComGuards wenden könnte.

Die Zehnte Armee unter dem Kommando von Präzentor Myrvang stand zwischen den Truppen der Wölfe und ihren Zielen, den Städten Skupo und Brzo. Die Wölfe starteten einen weiteren Angriff bevor sich die ComGuards eingraben konnten. Die Angreifer brachen durch die Linien, als sich ihnen plötzlich zuvor verborgene ’Mechs, Panzer und Infanterie aus den Hügeln entgegenstellte. Reine Sturheit hielt die Wolfsspinnen in der Schlacht, und sie schafften es erneut die ComGuards zurückzudrängen. Gerade als es erschien als könnten sie Skupo einkesseln, bekamen die ComGuards Verstärkung in Form der Neunten Armee, angeführt durch Präzentor Mulvenna. Clan Wolf konnte ihren Druck dadurch nicht weiter aufrecht halten, konnten aber der Zehnten Armee schwere Verluste beifügen. Die Zehnte Armee erlitt Verluste von über 50 Prozent, größtenteils durch die 138. Division (Die Banditen).

Als Clan Wolf ihren Ring um die beiden Ziele enger zog, kämpfte Clan Stahlviper um den Ausweg aus Devil’s Bath. Zwei Tage nachdem die Wölfe auf Tukayyid gelandet waren, schafften es die Stahlvipern die 6. Division der ComGuards beinahe in der Mitte der Gruben und Geysire dieses höllischen Terrains zu umzingeln. Durch ständige Angriffe schafften sie es, die Sechste zu vernichten und begannen mit ihrem langen Weg aus diesem Terrain.

Obwohl sie gegen die Sechste erfolgreich waren, traf die Gamma Galaxie der Vipern bei ihrem Austritt aus Devil’s Bath auf zwei Reservedivisionen der Zweiten und Fünften Armee der ComGuards. Diese frischen Truppen brachen die Frontlinie der Vipern, konnten sie allerdings nicht verjagen. Als die Erste und 386. Division der Sechsten Armee zur Unterstützung der ComGuards nur zehn Kilometer vor Kozice Ranch Station ankam, wurden die Stahlvipern letztendlich zum Rückzug gezwungen. Die erlitten insgesamt 25 Prozent Verluste, zusätzlich wurden beide Khane verwundet.

Nach dem Rückzug der Stahlvipern verblieben nur noch zwei Clans auf Tukayyid: die Geisterbären und die Wölfe. Die Geisterbären hielten Spanac trotz Artilleriebombardements der Zwölften Armee, und die Truppen die nicht durch Artilleriefeuer festgehalten oder zur Verteidigung benötigt wurden versuchten Luk zu erobern. Als die Geisterbären angriffen, griffen Divisionen von der Ersten Armee ein Nachschubdepot der Geisterbären an. Da sie relativ wenig Reserven an Vorräten, Ersatzteilen und Munition waren, wurden die Geisterbären gezwungen sich zwecks Verteidigung zurückfallen zu lassen, wobei sie einen Großteil des Bodens verloren, den sie zuvor gewonnen hatten. Trotz des Durchbruchs einiger Sterne des 15. Schlagsternenhaufens der Alpha Galaxie in die Vororte von Luk waren es letztendlich doch zu wenig Truppen um diese Stadt einzunehmen. Dadurch waren die Bären gezwungen, die Kampagne mit nur einem erreichten Ziel zu beenden.

Clan Wolf setzte währenddessen die Angriffe mit Nachdruck fort. Als Die Wolfspinnen die 138. Division zerschlugen, fiel die Elfte Wolfsgarde der Delta Galaxie in die Reihen der 278. Division ein, die sie trotz exzellenter Koordination der ComGuards auseinander trieben. Skupo fiel an den Clan Wolf als sich die ComGuards zurückzogen als sie feststellten, dass die angreifenden Einheiten der Wölfe mit ihren anderen Truppen aufschließen wollten, was unweigerlich zu einen Ring um die ComGuards in Skupo geführt hätte.

Die Wölfe zielten mit ihrem nächsten Angriff auf Brzo ab, während die Zehnte Armee durch die Gewalt schwerer und überschwerer OmniMechs der Wölfe erzitterte. Die Neunte machte sich auf den Weg die Zehnte zu unterstützen, aber Clan Wolf schaffte es, die Verteidigung der beiden Einheiten an ihrem Treffpunkt zu vernichten wodurch die ComGuards in zwei Teile gespalten wurde. Die Elfte Armee traf als weitere Verstärkung ein, jedoch griffen die Wölfe die Neunte nicht weiter an. Stattdessen konzentrierte sich Clan Wolf auf Überfälle auf Nachschubdepots der ComGuards während die eigene anlegten.

Obwohl die Wölfe genügend Mobilität besaßen die Positionen ComStars in den Porozistu-Bergen zu umgehen, entschlossen sie sich die elfte dem Kommando von Präzentor Stinson direkt anzugreifen, indem sie eine Reihe von Scharmützeln anfingen um dadurch einen koordinierten Angriff durchführen zu können. Beta Galaxie richtete so schwere Schäden bei der Elften an, obwohl Khan Garth Radick auf dem Höhepunkt der Kämpfe getötet wurde. Der Krieg endete jedoch bevor die Dreizehnte Armee dem Schlachtgewühl beiwohnen konnten.

Trotz des kurzen harten Schlages gegen die Moral der Wölfe aufgrund des Todes von Khan Radick, konnten die ComGuards die Wölfe nicht aus Brzo oder Skupo vertreiben. Angriffe auf die Nachschublinien der Wölfe erwiesen sich als erfolglos, da Khan Kerensky diese überlebenswichtigen Punkte erheblich verstärkt hatte. Ihr Wissen über die Taktiken der Inneren Sphäre ermöglichte Clan Wolf überhaupt erst diesen Erfolg.

Zählung der Verluste

Nach 21 Tagen voller intensiver Gefechte gestand der ilKhan der Clans ComStar den Sieg zu. Nur Clan Wolf konnte beide Städte erobern und halten. Clan Geisterbär konnte zwar die Stadt Spanac erobern, scheiterte jedoch bei Luk. Anhand der überlebenden Kräfte erreichten die Jadefalken ein Unentschieden.

Beide Seiten hatten erschütternde Verluste zu verzeichnen. Es wurde schnell offensichtlich, dass die Schlacht um Tukayyid die gewaltigste militärische Schlacht seit beinahe dreihundert Jahren war. Die 72 Divisionen der ComGuards verloren knapp 40 Prozent des Personals während der Kämpfe, und ein wenig mehr wurde verwundet. die 25 Galaxien der Clans verbuchten allerdings auch heftige Verluste, allen voran die Nebelparder mit 32 Prozent, während die Wölfe mit 20 Prozent die geringsten Verluste zu verzeichnen hatten.

Sowohl die Clans als auch die Innere Sphäre verlor bei dieser Schlacht zu viele Menschenleben und zuviel Material um es wirklich Sieg nennen zu können. Es stellte aber trotzdem eine der heldenhaftesten Stunden der Menschheit dar. ComStar vergoss freiwillig das Blut der ComGuards auf Terra um einen Großteil der inneren Sphäre für 15 Jahre von der Tyrannei der Clans zu befreien.